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E. CULTURE IN RURAL AREAS

26. November 2020, Fluxus+, 10:00-13:00 Uhr

Berlin, Paris, London - eine dynamische Kunst- und Kulturszene findet sich meist in den Metropolen Europas und weniger im ländlichen Raum. Dabei bergen Gegenden abseits urbaner Zentren oft unentdeckte Potentiale für florierendes Kulturgeschehen. Neben der öffentlichen Wahrnehmung fehlt es ruralen Gebieten an Strukturen und Netzwerken, die die Kultur für ihre Rezeption benötigt. Ein Blick auf Lebensräume jenseits von Ballungszentren und Städten lohnt sich jedoch und zeigt, dass sich fehlende Strukturen entwickeln lassen und öffentliches Bewusstsein für kulturelle Heterogenität auf dem Land stetig wächst. Um städtische Filterblasen zu durchbrechen, wird es nötig werden, neue Öffentlichkeiten zu erobern. Vor welche finanzielle Herausforderungen wird Kulturarbeit im ruralen Raum mit ständigem Wachstum der Megacities gestellt? Was können Kulturinitiativen leisten, um Netzwerkpartnerschaften aufzubauen und politische Strukturen zu schaffen.

09:00 - 09:45 Uhr

 

 

Opening Session im Hans-Otto-Theater

 

09:45 - 10:00 Uhr

 

    

Kaffeepause & Netzwerken

10:00 - 10:45 Uhr
Keynote

 

Ab in die Fläche! -
Chancen und Herausforderungen für Kunst und Kultur im ländlichen Raum


Brigitte Faber-Schmidt
Kulturland Brandenburg, Geschäftsführung 

Der ländliche Raum mit seinen besonderen Bedingungen und Herausforderungen ist in den letzten Jahren zunehmend auch in der kulturpolitischen Debatte in den Blick genommen worden und sowohl zu einem wichtigen Forschungsfeld als auch zu einem Schwerpunkt der Kulturförderung geworden. Dem liegt oft ein Verständnis von Kunst und Kultur als Impulsgeber für gesellschaftliche und soziale Prozesse zugrunde, was insbesondere auch in überschaubaren Zusammenhängen zum Tragen kommen kann. Dabei gibt es eine große Vielfalt an Perspektiven und Lösungsansätzen, die versuchen, auf konkrete Situationen vor Ort mit individuellen künstlerischen und kulturellen Konzepten zu reagieren.

Welche Rahmenbedingungen jedoch brauchen Künstler und kulturelle Akteure, um im ländlichen Raum ihre Existenz zu sichern und daran mitwirken zu können, Antworten auf aktuelle Fragen und Probleme, auf Prozesse des Strukturwandels zu finden. Welche Strategien und welche Modelle gibt es, um die Menschen und Einrichtungen vor Ort einzubinden und zu Akteuren zu machen? Welche Praxisfelder werden mit kulturellen Mitteln angesprochen und welche Schnittstellen und interdisziplinären Ansätze tragen dazu bei, lokale und regionale Strukturen zu verändern und aktiv zu gestalten? Wie werden „klassische“, tradierte Kultureinrichtungen hinterfragt und neue Funktionen im regionalen Kontext partizipativ entwickelt?

Am Beispiel des Landes Brandenburg, seiner Landeskulturpolitik, seiner Netzwerke und Praxisprojekte werden diese Fragen beleuchtet und es wird exemplarisch gezeigt, welche Antworten und Modelle in den vergangenen Jahren für dieses Flächenland rund um die Metropole Berlin gefunden werden konnten. Dabei spielt auch die Wechselwirkung zwischen Urbanität und ländlichem Raume, Provinz und Metropole – Metropole und Provinz eine Rolle.

10:45 - 11:00 Uhr

 

    

Kaffeepause & Netzwerken

 

11:00 - 11:30 Uhr

 

Reviving rural areas through culture - Galway2020 and its challenges (engl.)
Kultur belebt ländliche Region - Galway 2020 und dessen Herausforderungen

Marilyn Gaughan-Reddan
Galway 2020, Head of Programme

11:30 - 11:45 Uhr

 

    

Kaffeepause & Netzwerken

 
11:45 - 12:15 Uhr

    

Die Mitte neu erfinden 

Gerrit Gohlke 
Neue Auftraggeber, Leiter Regionalabwicklung

Wie sich unsere Dörfer und Städte entwickeln, wird immer stärker zu einer Frage der Kultur. Wer Zusammenhalt stiften will, wo sich traditionelle Gemeinschaft rasant verändert, muss Bilder für eine gemeinsame Zukunft schaffen, um Spaltung zu verhindern. Wie drücken wir aus, wer wir morgen sein wollen? Neue Auftraggeber gibt Bürgergruppen eine Stimme, die dringende Anliegen mit künstlerischen Mitteln formulieren wollen.  Im Dialog mit internationalen Künstler*innen entstehen neue Visionen des Zusammenlebens. 

12:15 - 12:30 Uhr

 

    

Kaffeepause & Netzwerken

12:30 - 13:00 Uhr

    

Ein freies Theater, abseits von Metropolen, inmitten von Natur 

Tobias Morgenstern
Theater am Rand, Intendant

Die Erfindung eines Spielortes für Theater und Musik, weitab der Metropole, Entwurf und Bau eines Holztheaters in organischer Architektur,  Literatur und Musik  verschmelzen zu etwas Neuem, dieses Dritte ist unser Repertoire, Geschichten mit einer Relevanz für die Menschen, welche in dieser Kulturlandschaft   leben und wirken - Das Oderbruch. Hier zahlt man anstelle von Eintritt, Austritt nach gesehener Vorstellung, die Höhe bestimmt der Zuschauer selbst. Zum Unternehmen gehören:  das Theater, das Künstlerhaus, ein Restaurant die „Randwirtschaft“, ein Buchladen und ein Bürohaus.   Wir sind mit diesem Vorhaben organisch gewachsen, erst schnell dann langsamer. Der Weg war das Ziel, heute, nach 22 Jahren ist es ein kultureller Ort von überregionaler Bedeutung geworden.

13:00 - 14:00 Uhr

 

    

Mittagspause in der Schinkelhalle

 

Programmänderungen vorbehalten.

Ein Wechsel zu den parallel stattfindenden Themenforen ist während der Pausen möglich.
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