Die ehemalige Zisterzienserabtei Kloster Bronnbach wurde 1153 gegründet und liegt im unteren Taubertal bei Wertheim. Nach 650 Jahren zisterziensischen Wirkens in Bronnbach übernahm 1803 das Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg die gesamte Anlage. Seit 1986 ist das Klosterareal Eigentum des Main-Tauber-Kreises. Seitdem entwickelte es sich Schritt für Schritt zu einem geistlich-wissenschaftlich-kulturellen Zentrum. Neben einer Abordnung der Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie tragen noch zahlreiche andere Institutionen zur Belebung der heutigen Anlage bei.
Bronnbach zählt zu den ältesten und besterhaltenen Klosteranlagen des Zisterzienserordens in Süddeutschland. Wie ein Bilderbuch lesen sich die romanischen, gotischen und barocken Elemente dieses einzigartigen Baudenkmals. Zudem prägen die Renovierungen der letzten Jahrzehnte auch moderne Architekturformen, die behutsam integriert und preisgekrönt wurden. Diese weit greifende Umgestaltung betrifft auch die unterschiedlichen Gartenanlagen des Klosters. Von den Gartenanlagen des Klosters Bronnbach sind insgesamt drei repräsentative Gärten erhalten. Diese laden zu einem Besuch und zum Verweilen ein. Vor der um 1775 errichteten Orangerie mit einem der größten Außenfresken nördlich der Alpen liegt der Kräutergarten. Im Süden der Klosteranlage schließt der Saalgarten an, welcher in den 1720er Jahren geschaffen wurde. Der kostbare barocke Abteigarten wurde in drei Jahren aufwendig saniert und im Mai 2017 feierlich wieder eröffnet. Neben einem Nutzbeet, einer Picknickecke und einem modernen Parterre, führen die drei Brunnen wieder Wasser. Darüber hinaus wurde eine Pergola installiert, die dem historischen Laubengang nachempfunden wurde.
Kloster Bronnbach kann im Rahmen einer Besichtigung oder mit einer klassischen Klosterführung durch die romanische Klosterkirche mit barocken Altären und Chorgestühl, dem gotischen Kreuzgang und den prachtvollen barocken Festsälen, sowie durch verschiedene Sonderführungen erkundet werden.
Im Rahmen der „Bronnbacher Kultouren“ wird ein vielfältiges Kunst- und Kulturprogramm angeboten. Unter verschiedenen Rubriken finden das ganze Jahr über abwechslungsreiche Veranstaltungen im stimmungsvollen Ambiente des Klosters statt: Hochkarätige Konzerte, launiger Jazz oder die mehrtägige Kreuzgangserenade, dazu Seminare, Workshops, Vorträge, Ausstellungen und vieles mehr. Das vielfältige Kunst- und Kulturprogramm wird erweitert durch unterschiedliche Wanderungen rund um die Klosteranlage, Nachtführungen sowie Führungen durch den Dachstuhl.
Der Klosterladen bietet ein ausgewähltes Sortiment an hochwertigen Klosterprodukten sowie regionalen Erzeugnisse, wie den klostereigenen Honig, an. Zusätzlich können regionale Weine in der "Vinothek Taubertal" verköstigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit für die Gäste sich nach einer Führung bei einer Weinprobe im gemütlichen Ambiente der Vinothek auszutauschen.
Im besonderen Ambiente der Klosteranlage sind Übernachtungen im modern ausgestatteten Gästehaus Bursariat möglich. Ebenso stehen verschiedene Räumlichkeiten für Tagungen und Feierlichkeiten zur Verfügung. Wo sich Klerus und Weltlichkeit über Jahrhunderte die Hand gaben und zahlreiche große Meister im Wandel der Epochen wirkten, bietet sich heute ein einzigartiges Ambiente für Begegnung und Austausch fernab der globalisierten Welt. Ein Ort der Konzentration und Entschleunigung, ein idealer, zeitloser Rahmen für Tagungen und Meetings, Seminare und Feiern und Veranstaltungen – mit besonderem Anspruch. Traditionsreiche Mauern in Verbindung mit moderner Tagungstechnik bilden einen motivierenden Kontrast, der die Aufnahmefähigkeit in unvergleichlicher Weise beflügelt.
Eine weitere Besonderheit des Klosters Bronnbach sind die beiden reich verzierten Säle: der Bernhard- und der Josephsaal. Das Deckengewölbe des barocken Bernhardsaals zeigt Szenen aus dem Leben des Heiligen Bernhard von Clairvaux. Der größte Bronnbacher Tagungssaal, der ehemals als Speisesaal für die Mönche diente, ist das ganze Jahr über nutzbar. Gerne wird der Bernhardsaal für Firmenfeiern, Feierlichkeiten und Vorträge genutzt.
Der prächtige Josephsaal mit edlem historischem Holzfußboden bot einst den höchsten Gästen der Zisterzienser-Mönche einen eindrucksvollen Empfang. Heute erfreuen sich hier Besucher und Tagungsteilnehmer am barocken Zauber der Decken, Wände und Gemälde und lassen sich von der alttestamentarischen Erfolgsgeschichte des Joseph inspirieren. Zum Schutz seiner besonders