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Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Europäischer Kulturmarken-Award 2019

Kulturmarken-Award

Grußnoten für die 15. Europäischen Kulturmarken-Awards

EUROPAS AVANCIERTESTER KULTURPREIS FEIERT SEIN 15 JÄHRIGES JUBILÄUM!

Grußnote des Initiators, Hans-Conrad Walter

Prof. Dr. Oliver Scheytt

                        

Als im Jahr 2006 der erste Wettbewerb um die erfolgreichste Kulturmarke in Deutschland mit einer öffentlichen Online-Umfrage mit 14.000 Votings startete hat wohl niemand geahnt, dass der mittlerweile „europäische“ Kulturmarken-Award nur 15 Jahre später als der avancierteste Kulturpreis in Europa gehandelt wird. Seit seiner Geburtsstunde hat sich der unabhängige Wettbewerb jährlich weiterentwickelt, neue Kategorien aufgenommen und bestehende modifiziert, um den Kulturmarkt zu stimulieren, das enorme kulturelle Potenzial sichtbar zu machen und sowohl Kreativität als auch dynamische Kulturprojekte und außergewöhnliche Persönlichkeiten auszuzeichnen.

Dabei ist innovatives Kulturmanagement in jeder der acht Kategorien die Grundlage für die hochkarätigen Auszeichnungen. Kulturpolitische Haltung, innovative Programmatik, identitätsbasierte Markenentwicklung, ästhetische und effiziente Markenpflege sind zudem wichtige Elemente der Jurybewertung. Darüber hinaus werden Trends im Kulturtourismus, der Stadtkultur, der kulturellen Bildung sowie die Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen auszeichnet. Damit richtet sich der Europäische Kulturmarken-Award an Kulturanbieter, kulturfördernde Unternehmen, Stiftungen, Kommunen, Tourismusregionen und Medien.

Die wichtigste Figur innerhalb des Europäischen Kulturmarken-Awards ist die AURICA, die als Preisskulptur jährlich in allen Kategorien vergeben wird. Die Ikone des europäischen Kulturmarktes ist eine 23 Zentimeter hohe, im Bronzegussverfahren hergestellte Bronzestatue. Europäisch ist auch ihr Name - AURICA, ein rumänischer Mädchenname, der die Goldene meint, trägt alles in sich, was so begehrenswert ist: Aura, Aurum und Heureka. Die Skulptur steht für die Exzellenz, Attraktivität und Vielfalt des europäischen Kulturmarktes und versinnbildlicht die wertvolle Vermittlungsarbeit der europäischen Kulturanbieter*innen und das leidenschaftliche Engagement europäischer Kulturförderer*innen. 

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Wettbewerbes trägt die engagierte 40-köpfige Expertenjury, die unter der innovativen Führung des Jurypräsidenten Dr. Hagen Lippe Weißenfeld in acht Fachjurys in einem mehrstufigen Verfahren aus den Bewerbungen die Nominierten und Preisträger*innen auswählt. Einmalig ist das Netzwerk aus 50 Partner*innen und Sponsor*innen, die die jährliche Finanzierung gewährleisten. Dank des herausragenden Engagements von Jury und Partner*innen konnte der Europäische Kulturmarken-Award in den letzten dreizehn Jahren mit der Vergabe von 79 Awards an Institutionen und Unternehmen sowie an 18 herausragende Kulturmanager*innen wesentliche Impulse für den europäischen Kulturmarkt setzen.

Im Jubiläumsjahr wollen wir wieder Neues wagen und auf die aktuellen gesellschaftlichen Notwendigkeiten innerhalb des Klimawandels und der Verantwortung von Kulturproduzent*innen und Kulturanbieter*innen innerhalb des Green Deals reagieren. Gemeinsam mit der Expertenjury haben wir die Ausschreibungskriterien der acht Kategorien des Europäischen Kulturmarken Awards um das Kriterium Nachhaltigkeit erweitert. Darüber hinaus loben wir erstmalig den „Europäischen Preis für Nachhaltigkeit im Kulturmarkt“ aus und wollen mit Ihnen gemeinsam ein Zeichen für die Transformation zu nachhaltigen Kulturbetrieben und eine klimafreundliche Kulturwirtschaft setzen.

Für die alle Bewerber*innen, Nominees und Preisträger*innen rollen wir auf der diesjährigen Preisverleihung der Europäischen Kulturmarken-Awards mit der Kulturmarken-Gala „Night of Cultural Brands“ am 26. November im Potsdamer Nikolaisaal den roten Teppich aus und verleihen die begehrten Auricas vor 750 Entscheidungsträgern aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien.

Als Initiator lade ich Sie herzlich bis zum 31. August 2020 zur aktiven Bewerbung ein, freue mich im Namen unserer Expertenjury auf Ihre Bewerbung und natürlich auf unvergessliche Emotionen innerhalb der Kulturmarken-Gala „Night of Cultural Brands“ in der Klimastadt Potsdam! Mein besonderer Dank gilt meinem engagierten Team, allen Förderer*innen, Partnern*innen, Juror*innen und Mitwirkenden für Ihre großzügige Unterstützung, insbesondere dem Land Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam.

Ihr Hans-Conrad Walter
Geschäftsführender Gesellschafter der Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH


Grußnote des Jurypräsidenten, Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld

 

Prof. Dr. Oliver Scheytt

                        

Unzählige Kulturpreise ehren erfolgreiches künstlerisches und publizistisches Schaffen und sind damit ein unentbehrliches Element der Förderung und Ermöglichung von Kunst und Kulturvermittlung einerseits und für die Preisträger eine hervorragende Kommunikationsmöglichkeit andererseits, die zugleich angemessene Aufmerksamkeit und Würdigung verschaffen. In Deutschland wird die Zahl seit 1978 im Handbuch der Kulturpreise erfasst, die Zahl der regelmäßig vergebenden Kulturpreise liegt im Jahr 2020 bei über 2.500. Die Anzahl stetig steigt von Jahr zu Jahr und einige Kritiker sprechen bereits von Inflation und Banalisierung…

Im letzten Jahr wurde ich selbst nach langjähriger Tätigkeit als Juror des Europäischen Kulturmarken-Awards von meinen Jurykolleg*innen als Präsident dieses hoch geachteten Wettbewerbs gewählt. Doch was ist eigentlich das Besondere an diesem Award und unterscheidet ihn von anderen Wettbewerben? Wie hat es der Europäische Kulturmarken-Award innerhalb von 15 Jahren geschafft, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa als der avancierteste Kulturpreis gehandelt zu werden?

Über die Preisverleihung der letzten Jahre fand ich in der Presse überzeugende Argumente dafür: “Anarchie in ihrer kulturviertesten Form“ titelte vor zwei Jahren die Süddeutsche, von der „Preisverleihung der Kultur-Oskars“ schrieb die Neue Westfälische und von „Hollywood-Duft“ berichtete Crescendo. Das faszinierende an diesem Erfolg ist, das es sich der Europäische KulturmarkenAward zur Aufgabe gemacht hat, das enorme Potential des gesamten europäischen Kulturmarktes sehr tiefgründig und doch so herrlich unkonventionell sichtbar zu machen sowie Kreativität, Kultur, Wirtschaft, Tourismus, Bildung und Nachhaltigkeit innerhalb eines faszinierenden und zukunftsorientierten Marktes zusammenzudenken und diejenigen auszuzeichnen, die die Rahmenbedingungen dafür schaffen und diesen Markt steuern: Die unzähligen Kulturmanager*innen in Europa, deren Berufsbild und unermüdliches Engagement damit in unserer Gesellschaft enorm gestärkt wurde.

Mit der Auszeichnung dynamischer Kulturprojekte stimuliert der Europäische KulturmarkenAward die Kreativität der unzähligen Kulturmanager*innen, lebendig zu denken und Neues zu wagen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und mit den eingereichten Projekten Trends im europäischen Kulturmarkt zu setzen, die den Markt und unsere Gesellschaft verändern. Dieser Wettbewerb fördert zugleich Vielfalt, Kreativität und Managementfähigkeiten als unerschöpfliche Energiequelle kultureller Entwicklung. Darüber hinaus fördert er herausragendes Marketing, identitätsbasiert Markenführung und effiziente Markenpflege im Kulturbereich als eine Kunstform des 21. Jahrhunderts, die das Publikum zu den unzähligen Kulturanbietern lockt. Und da das Herz erfolgreicher Kulturmarken ohne eine weltoffene ästhetische Haltung nicht so richtig schlagen will, ist der Europäische KulturmarkenAward auch politisch, kulturpolitisch.

Sie können sich vorstellen, wie ich mich als Jurypräsident auf den Jubiläumsjahrgang und Ihre Bewerbungen freue. Denn Europas avanciertester Kulturpreis ist nicht der Olymp für Bewährtes, sondern der Humus, auf dem Ihre Ideen wachsen und Ihre innovativen Projekte sichtbar werden. Meinen besonderen Dank möchte ich gern an das Causales-Kollegium um den Kulturmanager Hans-Conrad Walter richten, der diesen Wettbewerb ins Leben gerufen hat und seit 15 Jahren mit seinen stets neuen Ideen weiterentwickelt. Bedanken möchte ich mich auch bei meinen Jurykolleg*innen, die jährlich in einer intensiven, lebendigen und mitunter kontroversen fachlichen Reflexion die richtigen Entscheidung fällen. Dem diesjährigen Wettbewerb wünsche ich viele preiswürdige Einsendungen und eine unvergessliche Preisverleihung in der „Night of Cultural Brands“ im Nikolaisaal Potsdam.

Herzlichst, Ihr Dr. Hagen Lippe-Weißenfeld
Vorstand Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

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