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Der Erweiterungsbau des Städel Museums - Außenansicht

Der Erweiterungsbau des Städel Museums - Außenansicht

© Städel Museum, Norbert Miguletz

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Städel Museum / Städelsches Kunstinstitut

1815 von dem Frankfurter Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel als bürgerliche Stiftung begründet, gilt das Städel als älteste Museumsstiftung Deutschlands. Die vielfältige Sammlung bietet einen Überblick über 700 Jahre Kunst geschichte – vom frühen 14. Jh. über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Insgesamt umfasst die Sammlung rund 3.000 Gemälde, 600 Skulpturen, 1.600 Fotografien sowie über 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Neben dem Sammeln und Bewahren bilden die wissenschaftliche Erforschung des Bestandes sowie die Entwicklung von Ausstellungen aus dem Sammlungszusammenhang heraus Schwerpunkte der Museumsarbeit. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die zielgruppenspezifische Kunstvermittlung, die sich mit den Sammlungsinhalten ebenso wie mit allgemeinen Fragen zur Kunst auseinandersetzt und sich an ein vielfältiges Publikum richtet. Als bedeutendste kulturelle Bürgerstiftung in Deutschland steht das Städel darüber hinaus für ein breites bürgerschaftliches Engagement, das wesentlich zur Erhaltung und Entwicklung dieser Kulturinstitution beiträgt.

Seit seiner Gründung hat das Städel Museum seinen Bestand stetig erweitert. Jeder Neuzugang erfolgt vor dem Hintergrund des eigenen Sammlungsprofils, das fortwährend bis heute ausgebaut wird. Die Dauerausstellung ist untergliedert in die Sammlungsbereiche „Alte Meister“, „Kunst der Moderne“ und „Gegenwartkunst“, während die Graphische Sammlung den Bestand in wechselnden Präsentationen sowie im Studiensaal zeigt. Darüber hinaus bietet das Städel jährlich mehrere international beachtete Sonderausstellungen, die sich mit dem Werk einzelner Künstler aus der Sammlung und ihrem jeweiligen Umfeld beschäftigen. Begleitet werden diese Ausstellungen von einem vielseitigen Veranstaltungs- und Vermittlungsangebot. Insgesamt bietet das Städel über 50 Vermittlungsformate an. Das Spektrum reicht von Veranstaltungsreihen, interaktiven Führungsformaten und Seminaren für unterschiedliche Altersgruppen über die Bibliothek und Mediathek bis hin zur Erschließung eines intuitiven Zugangs zur Sammlung durch den Multitouchscreen im Kabinett zum Main. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung des Alltags ist zudem die Erweiterung des Bildungsauftrags in den digitalen Raum ein zentrales Arbeitsgebiet. Für seine digitale Erweiterung hat das Städel Museum zahlreiche Initiativen angestoßen, die auf dem Weg zum 200jährigen Jubiläum des Hauses in 2015 realisiert werden; neben einer digitalen Exponate-Plattform zählen hierzu u.a. Computerspiele für Kinder oder ein Onlinekurs zur Kunstgeschichte. Auch der Einsatz von Medien wie sozialen Netzwerken, Filmen sowie digitalen Audioguides unterstützt die individuelle Auseinandersetzung mit der Sammlung.

Die Geschichte des Städel Museums währt knapp 200 Jahre. Johann Friedrich Städel stiftete 1815 sein Haus in Frankfurt sowie seine Kunstsammlung und sein Vermögen zur Gründung des nach ihm benannten Kunstinstituts. Dessen Auftrag war zum einen der Unterhalt einer öffentlichen Sammlung, zum anderen die Ausbildung von Künstlern in einer Kunsthochschule, der heutigen Städelschule. 1833 erhielt das Städelsche Kunstinstitut ein eigenes Gebäude. Seit 1878 befindet sich das Museum in einem eigens dafür errichteten Bauwerk am Frankfurter Museumsufer. 2012 wurde die Ausstellungsfläche mit der Vollendung des Städel-Erweiterungsbaus um 3.000 m² erweitert, auf denen seitdem die Sammlung Gegenwartskunst präsentiert wird. Die Programmvielfalt ist vor allem dank des Engagements zahlreicher Partner, Förderer und Unterstützer möglich. Mit dem Akt der Stiftung 1815 begann für die Sammlung eine bis heute andauernde Tradition: Immer wieder fanden seitdem Werke durch Schenkungen Eingang in die Sammlung. Um die Unterstützung durch die Bürgerschaft zu festigen und das Haus gesellschaftlich noch weiter zu öffnen, wurde 1899 der Städelsche Museums- Verein gegründet, der seither bedeutende Erwerbungen ermöglicht. 2008 wurde zudem das „Städelkomitee 21. Jahrhundert“ gegründet, das sich ausschließlich dem Erwerb zeitgenössischer Kunst widmet.


H I G H L I G H T S

RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG
8. Februar – 21. Mai 2018

Das Städel Museum widmet dem weltbekannten Künstler Peter Paul Rubens (1577–1640) die umfassende Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.
 

LOTTE LASERSTEIN
19. September 2018 bis 13. Januar 2019

Das Städel Museum widmet der Malerin Lotte Laserstein (1898–1993) eine Ausstellung, die vom 19. September 2018 bis 13. Januar 2019 in Frankfurt und im Anschluss im Moderna Museet Malmö gezeigt wird. Außerhalb Berlins ist dies die erste Einzelpräsentation Lasersteins in Deutschland. Die Schau baut auf den Sammlungsbeständen des Städel auf, das mit den Gemälden Russisches Mädchen mit Puderdose von 1928 und Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger) von 1933 in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten der Künstlerin erwerben konnte. Anhand von etwa 50 Arbeiten nimmt die Ausstellung Lasersteins künstlerische Entwicklung in den Blick. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre, die den Glanzpunkt ihres Schaffens markieren. Zentrales Thema Lasersteins war die Porträtmalerei. Immer wieder negierte sie in ihren Werken klassische Rollenvorstellungen und entwickelte neue, vor allem weibliche Identifikationsbilder. Diese finden Ausdruck in souveränen, athletischen und modebewussten Frauenfiguren, die den neuen Typus der modernen Frau reflektieren. Die Ausstellung bietet die Chance, dem faszinierenden Werk dieser lange vergessenen Künstlerin zu begegnen und näherzukommen.
 

VICTOR VASARELY. IM LABYRINTH DER MODERNE
26. September 2018 bis 13. Januar 2019

Im Herbst 2018 zeigt das Städel Museum eine Retrospektive zum Werk des bedeutenden Künstlers Victor Vasarely (1906–1997). Der Mitbegründer und Hauptvertreter der Op-Art verbindet die Kunst der Moderne mit der unserer Gegenwart, die ästhetisch enorm produktive Zeit zwischen den beiden Weltkriegen mit den Avantgarden der Nachkriegsmoderne. Sein Œuvre erstreckt sich über mehr als sechs Jahrzehnte und integriert unterschiedlichste Stile und Einflüsse: Vasarely war Werbegrafiker und Künstler, zentrale Figur der französischen Nachkriegskunst mit ungarischer Herkunft und Wurzeln im Bauhaus der 1920er-Jahre. Vor allem aber stand Vasarely am Beginn einer Entwicklung, welche die Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst, zwischen „high and low“, Tafelbild und Poster, Museum und Jugendzimmer immer weiter verflüssigte. Die in Kooperation mit dem Centre George Pompidou in Paris entwickelte Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ zeichnet ausgehend von zentralen Bildern und Objekten seines Hauptwerks die Wurzeln und die Entstehung dieses Jahrhundertœvres nach. Sie stellt Victor Vasarely, der allzu gerne auf seine die Sinne verwirrende Op-Art reduziert wird, in seiner Rolle als eine der zentralen Figuren der Moderne heraus.

Zielgruppen

Das Angebot des Städel Museums richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen und ist auf die individuellen Bedürfnisse der Besucher spezialisiert. Besucher: Hoher Anteil von Berufstätigen, Akademikern und internationalen Gästen. Bei großen Sonderausstellungen kommen über 20% der Besucher aus dem Ausland. Spitzenwerte liegen in den Altersklassen 25–34 sowie über 55 Jahre.

Fakten

Rechtsform Private Stiftung
Gründungsjahr 1815
Wirkungsregion weltweit
Besucher pro Jahr 402.000 (2013)
  • Führung durch das Städel Museum
  • Veranstaltung im Städel Museum - Eventimpression