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Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam

Das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam wurde kurz nach Kriegsende 1945 durch den Komponisten und Dirigenten Prof. Hans Chemin-Petit, der sich in Potsdam um die musikalische Vielfalt im Chor- und Orchesterbereich und vor allem durch die Etablierung regelmäßiger Serenadenkonzerte im Hof des Stadtschlosses besonders verdient gemacht hat, gegründet. Heute zählt das Collegium musicum als ältestes Orchester der Landeshauptstadt Potsdam zu den traditionsreichsten Musikvereinigungen der Stadt.

Mit mehr als 75 ehrenamtlich tätigen Laien- und Profimusikern ist das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam als gemeinnütziger Verein in den vergangenen Jahren zum größten Orchester der Landeshauptstadt Potsdam und zu einem der am umfangreichsten besetzten Orchester des Landes Brandenburg herangewachsen, dessen hohe Altersdiversität eine Generationen übergreifende Arbeit des Ensembles möglich macht.

Konzertreisen führten das Orchester in die Niederlande sowie nach Slowenien. Mit zwei slowenischen Chören führte das Collegium musicum 2012 anlässlich des Tages der Deutschen Einheit Carl Orffs „Carmina Burana“ in Slowenien auf. Den Jerusalemer Ankor-Chor begleitete das Orchester bei seinem Konzert im Potsdamer Nikolaisaal. Erstmals in der Geschichte des Collegium musicum konzertierte das Ensemble 2012 im Rahmen der Musikfestpiele Potsdam Sanssouci mit einer Aufführung von Georg Friedrich Händels „Der Messias“. 2012 ehrte die Landeshauptstadt Potsdam das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam mit dem Ehrenamtspreis in der Kategorie Kultur.

Aufgrund seiner kontinuierlichen Arbeit und der Etablierung von neuen und erfolgreichen Programmformaten konnte das Orchester die Konzertbesucherzahlen in den vergangenen sechs Jahren von 1.800 auf mehr als 6.000 Gäste pro Jahr steigern.

Der kulturelle Beitrag des Orchesters setzt sich nicht nur aus der Erarbeitung und Aufführung von Konzertprogrammen zusammen, deren Anzahl in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, sondern beinhaltet auch die Einbeziehung breiter Bevölkerungsschichten in die musikalische Arbeit des Ensembles, ermöglicht durch niedrige Eintrittspreise sowie kostenfreie Veranstaltungen, wie beispielsweise das Open-Air-Festival „Klassik am Weberplatz“.

Ziel des Orchesters ist es, klassische Musik breiten Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen und Barrieren im Zugang zu klassischer Musik und modernen Kompositionen abzubauen. Dabei setzt das Ensemble den Schwerpunkt seiner Kulturarbeit und der damit verbundenen Projekte in den Bereichen Kulturelle Bildung sowie Soziales in Potsdam und dem Brandenburger Umland. Hierfür hat das Collegium musicum in den vergangenen Jahren verschiedene Konzepte und Projekte entwickelt:

Klassik am Weberplatz

Als im Jahr 2009 „Klassik am Weberplatz“ erstmals stattfand, konnte niemand erahnen, dass die Resonanz des Publikums so positiv ausfallen würde. Eine sinfonische Open-Air-Veranstaltung, die mit jährlich wechselnder Prägung bis hin zum Klassik-Crossover bewusst keine einheitliche Linie verfolgt, war bis dahin nicht in Potsdam präsent. Inzwischen erfreuen sich die Reihe einer großen Stammhörerschaft von jährlich rund 2.000 Zuhörern, die gerade dies schätzt und sich Jahr für Jahr auf eine neue musikalische Reise begibt, von „Tango sinfónico“ über eine „Brasilianische Nacht“, „Zu den Sternen“ bis hin zur „Klaviernacht“ und „Trompetissimo“ im Juli 2017.

Kinder- und Jugendarbeit

Die Nachwuchsarbeit des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam setzt sich aus Kooperationen mit Musikschulen, allgemein bildenden Schulen und Kindergärten sowie Kinder- und Jugendkonzerten zusammen. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Reihe „Proben mit Schulklassen“. In dieser Reihe erhalten Schüler die Möglichkeit, zwischen den Orchestermusikern während einer Probe Platz zu nehmen und eine Orchesterprobe aus der Mitte heraus mitzuerleben.

Sinfonieorchester für Senioren

Mit dieser im Jahr 2014 gestarteten Reihe engagiert sich das Orchester für all jene älteren Menschen, die aus eigener Kraft nicht mehr ein Sinfonieorchester live erleben können. Seniorinnen und Senioren, die auf Pflege und alltäglich Unterstützung angewiesen sind, sei es in den eigenen vier Wänden oder in Pflegeheimen, erhalten in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern der Landeshauptstadt Potsdam und dem „Netzwerk älter werden in Potsdam“ die Möglichkeit, ein Sinfonieorchester an einem Wochenendtag im Frühjahr sowie im Herbst im Babelsberger Bethlehemsaal live zu hören.

Brandenburg-Brasilien

In einer deutschlandweit einmaligen interkulturellen, internationalen und interinstitutionellen Verbindung zwischen deutschen und brasilianischen Musikern sowie Kulturinstitutionen befördert das Projekt „Brandenburg-Brasilien“ seit 2011 den intensiven Kulturaustausch zwischen Brasilien und dem Bundesland Brandenburg. Bei Konzerten in Potsdam und weiteren Brandenburger Städten konnten bereits zahlreiche Orchestermusiker, Solisten und Gastdirigenten empfangen werden, die als Botschafter für ein lebendiges, modernes Potsdam, das reich an Kultur ist, in ihr Heimatland zurückreisten. Darüber hinaus konnte die Uraufführung von Gisbert Näthers Konzert für Trompete und Orchester in Campinas (Brasilien) realisiert und hiesige Musiker zur Teilnahme an Konzerten in Brasilien entsandt werden.

Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam ist seit 1998 Prof. Dr. Knut Andreas.

Fakten

Standort Potsdam
Rechtsform e. V.
Gründungsjahr 1945
Besucher pro Jahr 6.000
Vorstellungen pro Jahr 10-15
Anzahl der Mitarbeiter 2 Honorarkräfte, 75 Ehrenamtliche
Finanzierungsquellen Landeshauptstadt Potsdam, Mittelbrandenburgische Sparkasse, Pro Potsdam, Tickets, Spenden
Bisherige und aktuelle Sponsoren Mittelbrand. Sparkasse, Pro Potsdam
Bisherige und aktuelle Medienpartner MAZ, Radio Potsdam
Jahresumsatz in Euro 150.000 €
Innennutzfläche 250 m² / 500 m²
Außennutzfläche 1.300 m²
  • Gruselkonzert Biosphäre Potsdam
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