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Gotha adelt Laden (c) KullTourStadt Gotha GmbH

Gotha adelt Laden (c) KullTourStadt Gotha GmbH

Fachbeitrag

Die Stadtmarke „Gotha adelt“

KULTURMARKEN-AWARD PREISTRÄGER 2011: STADTMARKE


20 Jahre nach der Wende fehlte der thüringischen Residenzstadt Gotha eine klare Identität, die sowohl nach innen als auch nach außen den strategischen Rahmen für ein ganzheitliches Stadtmarketing bildet. Die 2009 geschaffene KulTourStadt Gotha GmbH erhielt daher als städtische Tochter den Auftrag, Kompetenzprofil und Erscheinungsbild Gothas zu bündeln und dabei die Einstellungen und das Handeln aller Bewohner zugrunde zu legen. Das Ergebnis ist die neue Stadtmarke „Gotha adelt“, die als Claim genutzt wird und – mit den entsprechenden Inhalten untersetzt – in der eigenen Bevölkerung Identität stiftet, aber auch in der überregionalen Vermarktung als Alleinstellungsmerkmal erfolgreich punktet.

Hintergrund dieser Marke ist Gothas Ruf als Wiege der europäischen Königshäuser. Durch die geschickte Heiratspolitik von Ernst I. dem Frommen (1601 – 1675), Herzog von Sachsen-Gotha,reichen die verwandtschaftlichen Beziehungen Gothas in fast alle europäischen Paläste. Die Windsors haben genauso ihre Wurzeln in der thüringischen Residenzstadt wie das schwedische, niederländische oder spanische Königshaus. Ernst I. gilt deshalb, salopp gesagt, auch als „Opa von Europa“.

Gotha macht sich diese historischen Verflechtungen für die neue Stadtmarke zu- nutze. Aus dem geschichtlichen Bezug leitet sich dabei eine glanzvolle Perspektive für die Zukunft ab. Die Stadtmarke bringt kurz und bündig auf den Punkt, was die Stadt und ihre Bürger auszeichnet, deutet aber auch an, dass der Gast oder Investor entsprechend behandelt wird: Hier wird aus dem Kunden sprichwörtlich ein König.

„Gotha adelt“ heißt auch ein jüngst von der KulTourStadt Gotha GmbH eröffnetes Geschäft, das mit dem Untertitel „Ein Stück Thüringen zum Mitnehmen“ wirbt. Im Angebot stehen Artikel aus der Region, die das Label der Stadtmarke tragen. Die Bandbreite reicht von Kaffee und Marmelade über Porzellan und Senf bis hin zu Pralinen und Seifen. Dies fördert bei den Gothaern das Heimatgefühl und bietet zugleich Touristen die Möglichkeit, außer- gewöhnliche Souvenirs zu erwerben. Auf diese Weise werden beide Zielgruppen weltweit zu Botschaftern der Stadtmarke. Um „Gotha adelt“ auch technisch besonders innovativ zu vermarkten, wurde zudem zu Jahresbeginn in Kooperation mit der Fachhochschule Schmalkalden eine Kampagne zum Mobilen Marketing initiiert, die so genannte QR-Codes verwendet.

Dem Masterplan zur Stadtmarke folgend, wurden zahlreiche weitere Maßnahmen eingeleitet, die eine Nachhaltigkeit des Projektes gewährleisten. Dazu gehört ein Holzbildhauer-Symposium auf dem Thüringen- tag, bei dem neben Skulpturen zum Thema „Gotha adelt“ ein überdimensionaler Thron entstand, der seitdem als Kunst im öffentlichen Raum für die Stadtmarke wirbt. Die Aktion zur Kampagne bildete damit einen der Höhepunkte des Thüringentages, bei dem auch Nena live mit ihrer Band auftrat. Als erste Stadt in Thüringen entwickelte Gotha zudem ein eigenes Zeitschriftenformat, das von der KulTourStadt Gotha GmbH als Reisemagazin aufgelegt wurde.
Am Ende wird nicht nur der Bewohner, sondern auch der Besucher zum wertvollen Botschafter Gothas. Die Stadtmarke als Alleinstellungsmerkmal ist damit keine leere Hülle, wird vielmehr gelebt und inhaltlich positiv besetzt.

Auf einer feierlichen Gala im Berliner TIPI am Kanzleramt wurde „Gotha adelt“ als „Stadtmarke des Jahres 2011“ ausgezeichnet. Vor mehr als 500 Gästen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien nahmen Vertreter der KultTourStadt Gotha GmbH den Preis entgegen. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem „konsequenten und professionellen Markenaufbau, der das kulturelle Potential erfolgreich und nachhaltig in das Stadtmarketing integriert hat“.

Gotha

www.gotha.de

Einwohner: 47.000
Kultur- und kreativwirtschaftliche Betriebe: ca. 100
Übernachtungsgäste: 147.000 p.a.
Altersstruktur der Übernachtungsgäste: 2/3 über 50 Jahre, 21% unter 40 Jahre
Herkunft der Übernachtungsgäste: 3⁄4 aus den Alten Bundesländern
Häufigste Urlaubsmotive: „Schöne Stadt“, „Burgen und Schlösser“, „Kulturreichtum“, „Ortsbild“, „Architektur“
Slogan: Gotha adelt
Besonderes Kampagnenmerkmal: QR-Code
Kulturelle Highlights: Stiftung Schloss Friedenstein mit „barocken Universum“, „art der stadt e.V.“, „Gotha glüht“ sowie „Gothaer Grumbach-Festspiele“ 2017
Auszeichnung: Kulturmarken-Award: Stadtmarke des Jahres 2011(Preisstifter:DIE DRAUSSENWERBER)
Partnerstädte: Gastonia/USA, Kielce/Polen, Martin/Slowakei, Romilly-sur- Seine/Frankreich, Salzgitter/Deutschland
Entfernung mit dem Auto/ Zug/ und Flugzeug zum Stadtzentrum Gotha: Berlin: 330km/ 3 Std./ 1 Std., Zürich: 549km/ 6,5 Std./ 3,5 Std.