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Klassische Musik an Orten Berlins, wo sie noch nie erklungen ist Foto: Rebekka Aebi © Musethica e.V.

Best Practice

Für den Puls der Stadt: LOTTO-Stiftung Berlin

Alles hat seine Zeit. Oder neudeutsch formuliert: Auf das Timing kommt es an. Das trifft auf nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu. Ein Bühnenkünstler etwa braucht dafür ein besonderes Gespür. Dass der Takt stimmen muss, davon kann man gerade in der Musik ein Lied singen - und ein gutes Zeitmanagement ist meist der Schlüssel für erfolgreiche Projektvorhaben.

Auch die Zuschüsse der Berliner LOTTOStiftung für die Kulturlandschaft der Hauptstadt erfolgen in zuverlässiger Regelmäßigkeit. Viermal pro Jahr trifft sich unter der Leitung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller ein unabhängiger Stiftungsrat, dem derzeit die Senatorinnen Ramona Pop und Katrin Lompscher sowie die Abgeordneten Carola Bluhm, Burkard Dregger und Raed Saleh angehören. Sie entscheiden über die Aufteilung der Mittel. Bislang hat die Stiftung seit ihrer Gründung 1975 fast 2,6 Milliarden Euro vergeben, für über 5.400 gemeinnützige Projekte.

Eingetaktet: Musethica Woche Berlin

Musethica ist so ein gemeinnütziges Projekt und verfügt mit seinem gesamtgesellschaftlichen Vermittlungsansatz über einen weitreichenden Klang. Als Ausbildungsmethode bietet Musethica talentierten jungen Musikern und Musikerinnen die Möglichkeit, bereits während des Studiums eine große Anzahl an Konzerten für unterschiedliches Publikum zu spielen. Meist sind es soziale und pädagogische Einrichtungen, in denen die Musiker klassische Musik auf hohem Niveau interpretieren – ohne Honorar und bei freiem Eintritt. Der geschaffene Synergieeffekt stärkt nicht nur die berufliche Kompetenz in der musikalischen Ausbildung, sondern ermöglicht benachteiligten Personen einen niedrigschwelligen Zugang zur klassischen Musik, fernab von traditionellen Konzertsälen. An der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin haben sechs Studierende die Gelegenheit, zusammen mit Professor Stephan Picard zehn Konzerte in sozialen und pädagogischen Einrichtungen zu geben – mit Stücken u. a. von Bach, Haydn und Mozart. Die Berliner LOTTO-Stiftung fördert das Projekt „Begegnungen – 100 kostenfreie Konzerte im Jahr für Berlin“ 2019 mit 120.000 Euro.

Verjüngungskur: Dem GRIPS Theater zum Fünfzigsten

Nach fünf Jahrzehnten kann ein kleines Lifting nicht schaden, denn auch beim GRIPS Theater macht der Ton die Musik. Dabei ist es nicht nur die Tonanlage, die einer Modernisierung bedarf, sondern die komplette technische Ausstattung sowie der wichtige Brandschutz- und Sicherheitsbereich müssen technisch nachgerüstet werden. Die Bretter der Welt, der Bühnenboden, werden gleich ganz erneuert. Apropos Welt, zahlreiche Stücke des zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheaters haben Kultstatus erlangt und wurden weltweit gezeigt, nachinszeniert und sogar verfilmt. Am Berliner Standort Hansaplatz, der im Zuge der Sanierungsarbeiten eine Instandsetzung der Außenbeleuchtung erhält, besuchen rund 90.000 Gäste jährlich die bis zu 450 Veranstaltungen – zwei Drittel für Kinder und Jugendliche, ein Drittel für Erwachsene.

Der Zuschuss zur Sanierung des GRIPS Theaters durch die LOTTO-Stiftung beträgt 500.000 Euro.

Höchste Zeit: Sanierung am Canisius-Kolleg

Zuletzt hieß es aus Kreisen des Gymnasiums mit sprachlichem Schwerpunkt, dass „das Aufsuchen der Schultoiletten Todesmut erfordert“. Aber nicht nur die Toiletten sind im kritischen Zustand, zusätzlich wurde eine Schadstoffbelastung festgestellt. Diese macht auch die Sanierung von Dach und Fassade des gesamten Westflügels notwendig, um die sogenannten Faserstäube fachgerecht zu beseitigen.
820 Schülerinnen und Schüler der im Herzen Berlins gelegenen Schule in Trägerschaft des Jesuitenordens können sich freuen:  Das Schuljahr endete nicht nur mit den langersehnten Sommerferien, sondern auch mit der Darlehenszusage der LOTTO-Stiftung zur Mitfinanzierung der geplanten Schadstoffsanierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Time Out: Die schwarzen Lotteriewetten

Einen ganz anderen Schaden richten die „schwarzen Lotteriewetten“ an. Sie sind die schwarzen Schafe in der Welt des Glücksspiels. Und so beziehen auch die 16 im Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) zusammengeschlossenen Lotteriegesellschaften eine gemeinsame und klare Position gegen das Vorgehen illegaler OnlineGlücksspielangebote, die Produktpiraterie betreiben. Denn bleiben die Unternehmen der „schwarzen Lotteriewetten“ nicht weiterhin verboten, wirkt sich das im bedeutsamen Maße nachteilig auf die gemeinwohlorientierten, staatlichen Lotterien aus. Mindestens 20 Cent von jedem gespielten Euro fließen in die LOTTO-Stiftung. „Nur das ermöglicht die Förderung von Projekten, die im sozialen, dem Umweltschutz dienlichen, kulturellen, staatsbürgerlichen, jugendfördernden oder sportlichen Bereich angesiedelt sind“, betont Dr. Marion Bleß, Vorstand der Berliner LOTTO-Stiftung. Zweifellos, das alles sind Vorhaben und Projekte, die Berlin in einer unnachahmlichen Art und Vielfalt bereichern und entscheidend dazu beitragen, dass die Stadt an der Spree am Puls der Zeit bleibt.