SHOPPRESSECAUSALES | EN l DE |
Das Portal für Kulturmarketing & Kultursponsoring
Eine 34 Meter lange Rolltreppe führt die Besucher im OZEANEUM vorbei an Original-Walskeletten. (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum Stralsund)
Eine 34 Meter lange Rolltreppe führt die Besucher im OZEANEUM vorbei an Original-Walskeletten. (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum Stralsund)
Anbieter

Stiftung Deutsches Meeresmuseum

Das OZEANEUM Stralsund gehört seit 01.01.2019 zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum Stralsund und ist somit einer von vier Museumsstandorten der Stiftung.

Im Jahr 1951 bezog eine kleine Sammlung als städtisches Naturkundemuseum das ehemalige Katharinenkloster in Stralsund, das bis dahin als Gymnasium genutzt wurde. Das Haus entwickelte sich schnell zu dem international anerkannten Museum für Meereskunde und Fischerei der DDR. Mit der Wanderausstellung „Meer und Museum“ konnte das meistbesuchte Museum Ostdeutschlands 1981 auch im damaligen Westdeutschland und in Dänemark auf sich aufmerksam machen.

Nach der Wende wurde das Haus 1994 in eine Stiftung überführt und 1998 in Deutsches Meeresmuseum umbenannt. Damals wie heute ist das Zusammenspiel aus Ausstellung und Aquarien als lebendige Ergänzung der wesentliche Erfolgsfaktor des Museums. Das Deutsche Meeresmuseum zählt mit dem Eintrag in das sogenannte Blaubuch zu den kulturellen Leuchttürmen in den neuen Bundesländern. Weltweit widmen sich nur wenige Museen so speziell und umfassend der wissenschaftlichen Bearbeitung und musealen Darstellung des Lebensraumes Meer.

Seit 01.01.2019 betreibt die Stiftung Deutsches Meeresmuseum auch das OZEANEUM, welches bis dahin als gemeinnützige GmbH wirtschaftlich selbstständig war. Anders als die meisten Museen in Deutschland, finanziert sich das Deutsche Meeresmuseum nunmehr zu über 80 Prozent aus Eigenmitteln. Förderer sind die Hansestadt Stralsund, das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Bund. Die Hansestadt Stralsund und der 1991 gegründete Förderverein Deutsches Meeresmuseum e. V. sind die beiden Stifter des Deutschen Meeresmuseums – von Norddeutschlands meistbesuchtem Museum.

Mit insgesamt 835 655 Besuchen blickt das Deutsche Meeresmuseum mit seinen vier Museumsstandorten auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Aus den Zahlen ergibt sich ein Zuwachs von 8% im Vergleich zum Vorjahr. In das OZEANEUM auf der Stralsunder Hafeninsel kamen 545 857 und in das MEERESMUSEUM in der Stralsunder Altstadt 172 662 Gäste. Das NATUREUM am Darßer Ort besuchten 106 463 und das NAUTINEUM auf dem Dänholm zwischen Stralsund Rügen 10 673 Interessierte.

 

Die 4 Standorte

Das OZEANEUM Stralsund zeigt eine faszinierende Unterwasserreise durch die nördlichen Meere und bietet spannende Erlebnisausstellungen. Umgeben von spektakulärer Architektur präsentiert es eine der größten Ausstellungen über Wale mit Nachbildungen der Meeresgiganten in Originalgröße weltweit. Europas umfangreichste Ostsee-Ausstellung und der Erlebnisbereich „Meer für Kinder“ begeistern nicht nur die kleinsten Museumsbesucher. Die angrenzende Pinguin-Anlage auf der Dachterrasse des OZEANEUMs mit Blick auf die Altstadt Stralsunds zählt ebenso zu den Highlights, wie das 2,6 Millionen Liter fassende Becken „Offener Atlantik“. Hier leben der gut 3 Meter lange Sandtigerhai Niki, verschiedene Rochenarten und unzählige Schwarmfische. 50, teils riesige Aquarien runden das Erlebnis eines Besuchs in „Europas Museum des Jahres 2010“ ab.

Weitere Infos unter: www.ozeaneum.de

Das MEERESMUSEUM in Stralsunds Altstadt hat seit 1951 sein Domizil im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen. Es ist somit der älteste Standort der Stiftung Deutsches Meeresmuseum. Das „Meer hinter Klostermauern“ zeigt Aquarien des Mittelmeeres und der Tropen, faszinierende Ausstellungen sowie außergewöhnliche Präparate. Beispielsweise das Modell der legendären Lederschildkröte, die sich einst in die Nähe von Stralsund verirrte. Auf dem weiteren Rundgang gelangt man auf die „Expedition Tiefsee“ mit Leuchtfisch-Modellen, originalen Tiefseefisch-Präparaten und der dreifach vergrößerten Nachbildung eines Höllen-Vampirs – bislang einzigartig in Deutschland.  Besonders beeindruckend ist das 15 Meter lange und 1000 Kilogramm schwere Skelett eines Finnwals und das 350.000 Liter fassende Becken der Meeresschildkröten. Ab 01.01.2021 schließt das MUSEUM für eine umfangreiche Modernisierung.

Weitere Infos unter: www.meeresmuseum.de

Das NATUREUM befindet sich in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft direkt am Leuchtturm Darßer Ort, unweit vom Weststrand. Es liegt damit in einer der schönsten Küstenregionen Deutschlands. Per Fahrrad, Pferdekutsche oder zu Fuß erlebt man „Natur pur“ auf der ca. 5 Kilometer weiten autofreien Wanderstrecke bis zum NATUREUM. Der 1848 erbaute Leuchtturm bietet von der Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe einen fantastischen Rundblick über die Ostsee und die Darßer Naturlandschaft. Im ehemaligen Leuchtturmwärterhaus befinden sich auf drei Etagen Ausstellungen zum Naturraum Darßer Ort, zur Ostseeküste und der damit verbundenen Küstendynamik. Das Szenario „Darßwald bei Nacht“ zeigt den Besuchern die dämmerungsaktiven Waldbewohner auf einen Blick.

Weitere Infos unter: www.natureum-darss.de

Das NAUTINEUM, ist ein museales Kleinod auf der Insel Dänholm vor den Toren Stralsunds. Dieser Standort der Stiftung Deutsches Meeresmuseum beherbergt originale Großexponate der Fischerei und Meeresforschung. Mit insgesamt über 50 Fischereifahrzeugen ist dies die größte Sammlung volkstümlicher Arbeitsboote in Deutschland. Die Sammlungsstücke zeigen die Anfänge der Hochseefischerei in Deutschland und vermitteln die Geschichte des ehemaligen deutschen Walfangs. Ein besonderes Originalobjekt der deutschen Meeresforschung ist das begehbare Unterwasserlabor HELGOLAND. Unmittelbar daneben fällt die ungewöhnliche Architektur der 14 Meter hohen Bootshalle auf, in der sich das Zeesboot STR9 und Strandboote der vorpommerschen Küstenfischer befinden. Das NAUTINEUM ist von Mai bis Oktober für Gäste kostenlos geöffnet. 

Weitere Infos unter: www.nautineum.de

Fakten

Rechtsform (Stiftung Deutsches Meeresmuseum) Stiftung bürgerlichen Rechts
Gründungsjahr 1994
Wirkungsregion bundesweit, europaweit
Mitarbeiter ca. 120
Besucher pro Jahr (aller Standorte) 835.000 (2019)
Finanzierung Das OZEANEUM trägt sich anders als fast alle anderen Museen dieser Größenordnung zu 100% selbst. Ausstellungen und Aquarien können nur mit Unterstützung durch Spenden und Sponsoren realisiert werden.
  • Pinguin: Besonders beliebt bei den Besuchern ist die tägliche Pinguinfütterung
  • Das Aquarium 'Offener Atlantik' ist mit 2,6 Mio. Liter Meerwasser nicht nur das größte Becken im OZEANEUM, sondern eines der größten in ganz Europa. (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum)
  • Das ehemalige Dominikanerkloster St. Katharinen beherbergt STRALSUND MUSEUM und MEERESMUSEUM. (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum)
  • Unterwasserreise von den Tropen bis ins Mittelmeer im Aquarienkeller des MEERESMUSEUMs. (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum)
  • Das NATUREUM mit Leuchtturm auf dem Darß (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum)
  • Vorpommerscher Fischkutter vor dem Besucherzentrum im NAUTINEUM (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum)
  • Boote der vorpommerschen Küstenfischer im NAUTINEUM (Foto: Johannes-Maria Schlorke/Deutsches Meeresmuseum)