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Lustgarten (c) Foerderverein Berliner Schloss/eldaco, Berlin

Lustgarten © Förderverein Berliner Schloss/eldaco, Berlin

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Förderverein Berliner Schloss e.V.

Der Förderverein Berliner Schloss e.V. wurde 1992 gegründet. § 2 der Satzung bestimmt:
Der Zweck des Vereins ist die Förderung des Wiederaufbaus des Berliner Schlosses in weitest gehender Originaltreue seiner Fassaden und Höfe sowie wichtiger historischer Innenräume für Bildungs- und kulturelle Zwecke. 

Angesichts der Bedeutung, welche das Berliner Schloss
_als Kunst- und Baudenkmal,
_als Meisterwerk der handwerklich-künstlerischen, barocken Baukunst,
_ als Hauptwerk Andreas Schlüters und anderer berühmter Baumeister,
_als bestimmende Dominante der Stadtmitte Berlins und des historischen Stadtbildes von Berlin vor seiner Zerstörung besaß und in der Erinnerung nach wie vor besitzt, ist der Wiederaufbau ein Anliegen von hohem nationalen und internationalen kulturellen Rang.

Der Verein betrachtet die weitgehende Rekonstruktion des Schlosses, dessen Sprengung und Abriss zum Symbol der kommunistischen Diktatur wurde, zugleich als Symbol für die wieder gewonnene Deutsche Einheit und die Fähigkeit der Demokratie, kulturhistorisch wertvolle Gebäude für die Nachwelt wieder herzustellen und zu überliefern. Initiator und Mitbegründer: Wilhelm von Boddien, von 1992 bis 2003 ehrenamtlich 1. Vorsitzender, seit 2004 Geschäftsführer.

Durch eine politisch motivierte Anordnung von SED-Chef Walter Ulbricht wurde 1950 das Berliner Schloss gesprengt und restlos beseitigt. An seine Stelle trat ein öder Aufmarschplatz mit Tribüne für Großdemonstrationen mit bis zu 750.000 Teilnehmern, die dort der Führung des neuen, sozialistischen Deutschland, der DDR, zujubelten. Das Schloss hatte zwar schwere Kriegszerstörungen durch den Bombenangriff 1945 und einen anschließenden tagelangen Brand erlitten, war aber besser erhalten als das Charlottenburger Schloss, das, im Westteil der Stadt liegend, wiederaufgebaut wurde und dem man heute seine Zerstörungen nicht mehr ansieht.

Seit der Wiedervereinigung steht das Schloss im Fokus der Debatten um die Berliner Mitte. Die Idee, das Schloss wiederaufzubauen, wurde anfänglich eher in den Medien nicht ernst genommen. Seit dem Baubeginn 2013 verzeichnet es jedoch zunehmend positives Interesse und konstruktive Debatten, vor allem um die Inhalte des Humboldt Forums, das im Wesentlichen aus dem Ethnologischen und dem Asiatischen Museum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz besteht. Zusammen mit der der Europäischen Kunst seit der Antike gewidmeten Museumsinsel bildet das Schloss ein einmaliges Zentrum der Weltkünste und –Kulturen. Das Forum wurde nach Alexander von Humboldt benannt, dem bedeutendsten Forscher Amerikas und Asiens im 19. Jahrhundert. 

Chronologie der Wiederaufbaugeschichte:

1993–1994: Bau der Schloss-Simulation in Originalgröße auf dem Schlossplatz in Berlin durch den Förderverein Berliner Schloss aus einem riesigen Raumgerüst und über 10.000 m² mit der Schlossfassade bemalter Plane, Ausführung Catherine Feff, Paris. Das Projekt wurde vollständig privat finanziert.

2002:
 Entscheidung des Deutschen Bundestags mit einer zweidrittel Mehrheit, das Schloss als Humboldt Forum wieder aufzubauen. Finanziert wird der Bau bei Kosten von rund 600 Millionen Euro von der Bundesrepublik Deutschland und vom Land Berlin. Die historischen Fassaden sollen in einer Höhe von 105 Millionen Euro ausschließlich durch Spenden finanziert werden. Hierfür setzt sich der Förderverein Berliner Schloss intensiv ein. Davon wurden bislang mehr als 50 Millionen Euro eingeworben.

2012:
 Beginn der Erdarbeiten

2013:
 Grundsteinlegung durch Bundespräsident Joachim Gauck

2015:
 Richtfest. Bis heute liegen Bauplanung, Bauzeit, Kosten und auch das Ergebnis der Spendensammlung im Plan. Alle bisherigen Baumaßnahmen für die historischen Fassaden wurden ausschließlich spendenfinanziert.

2019:
 Einweihung des Humboldt Forums am 14. September, dem 250. Geburtstag Alexander von Humboldts. Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldt Forum ist die z.Z. größte Kulturbaustelle Deutschlands.

HUF HSA Foyer © Förderverein Berliner Schloss/eldaco, Berlin

Fakten

Standort: Postfach 560220, 22551 Hamburg
Adresse der Geschäftsstelle: Rissener Dorfstraße 56, 22559 Hamburg
Rechtsform: gemeinnützig
Gründungsjahr: 1992